Mittwoch, 01. Juli 2026, LandesMuseum Liechtenstein, Vaduz

Zu Besuch im LandesMuseum: «Wirtschaft Liechtenstein» 

Direktorin Andrea Kauer-Loens und Martin J. Matt, Leiter Konzeption und Projekt, führten durch die Sonderausstellung 

Der Liechtensteiner Presseclub lud kurz vor der Sommerpause zu einer exklusiven Führung durch die Sonderausstellung «Wirtschaft Liechtenstein» im Liechtensteinischen LandesMuseum ein. Durch die Ausstellung führten Direktorin Andrea Kauer-Loens sowie Martin J. Matt, Leiter Konzeption und Projekt.

 

Die Ausstellung zeichnet den tiefgreifenden wirtschaftlichen Wandel Liechtensteins seit dem Zweiten Weltkrieg nach: vom überwiegend bäuerlich geprägten Land hin zu einem hochindustrialisierten Wirtschaftsstandort mit international vernetztem Finanzplatz. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Zahlen und Entwicklungen, sondern vor allem die Menschen, die diesen Strukturwandel erlebt, geprägt und mitgestaltet haben.

 

Filmisch dokumentierte Erinnerungen und interaktive Elemente eröffnen einen persönlichen Zugang zur Wirtschaftsgeschichte Liechtensteins. Sie zeigen eindrücklich, wie wirtschaftliche Entwicklung aus Lebensrealitäten, unternehmerischem Mut, politischen Weichenstellungen, gemeinsamem Gestalten – und manchmal auch einer Portion Glück – entsteht.

 

Im Anschluss an die Führung bot ein Apéro Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

 

Fotos: Silvia Abderhalden (exclusiv)


Dienstag, 09. Juni 2026, 19.00 Uhr

KI im Journalismus – Warum Nachrichtenkompetenz wichtiger wird denn je

Vortrag von Reto Vogt, Ausbildungsleiter MAZ, freier Tech-Journalist und Experte für Digitale Medien und KI

 

Auf Einladung des Liechtensteiner Presseclubs (LPC) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer, Sektion Medien und Kommunikation, referierte Reto Vogt, Ausbildungsleiter am MAZ, freier Tech-Journalist sowie Experte für digitale Medien und Künstliche Intelligenz, zum Thema «KI im Journalismus – Chancen und Gefahren».

 

Im Zentrum des Vortrags stand die Funktionsweise generativer KI. Vogt erläuterte, dass Sprachmodelle nicht «denken» oder «verstehen», sondern auf Basis grosser Datenmengen Wahrscheinlichkeiten berechnen. KI-Systeme suchen daher nicht nach Wahrheit, sondern nach Plausibilität. Dies erkläre auch, weshalb sogenannte Halluzinationen entstehen können, also überzeugend formulierte, aber sachlich falsche Inhalte. Gerade deshalb bleiben journalistische Grundprinzipien wie Quellenprüfung, Einordnung und kritisches Denken unverzichtbar.

 

Anhand verschiedener Beispiele zeigte Vogt zudem die Herausforderungen durch Deepfakes und KI-generierte Inhalte auf. Mit der zunehmenden Verbreitung künstlich erzeugter Bilder, Videos und Audiodateien werde die Frage nach der Herkunft und Verlässlichkeit von Informationen immer wichtiger.

 

In der anschliessenden Diskussion stand die Vertrauensfrage im Mittelpunkt. Eine Aussage von Vogt brachte die Herausforderung für Medien besonders prägnant auf den Punkt: «Nähe ist wichtiger als Reichweite.» Vertrauen entstehe nicht allein durch Sichtbarkeit, sondern durch Glaubwürdigkeit, Transparenz und die Fähigkeit, Informationen verlässlich einzuordnen. 

 

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Nachrichtenkompetenz zu einer Schlüsselkompetenz der digitalen Gesellschaft geworden ist. Wer informiert mitreden und fundierte Entscheidungen treffen will, muss Informationen kritisch hinterfragen, Quellen prüfen und die Herkunft von Inhalten beurteilen können.

Fotos: Silvia Abderhalden (exclusiv)


Dienstag, 12. Mai 2026, 19.00 Uhr

Wie gut informiert ist Liechtenstein?

Podiumsdiskussion mit Regierungsrat Hubert Büchel, Henriette Eggbertsen (SRG SSR) und Markus Klement (ORF); eine Veranstaltung vom podcasthus.li

 

v.l.n.r.: Andreas Krättli, Hubert Büchel, Henriette Eggbertsen, Markus Klement; Foto: Silvia Abderhalden
v.l.n.r.: Andreas Krättli, Hubert Büchel, Henriette Eggbertsen, Markus Klement; Foto: Silvia Abderhalden

Was ist uns verlässlicher Journalismus wert? Diese Frage bewegt derzeit die gesamte Region. Während in der Schweiz die Folgen der März-Abstimmung über den Service public analysiert werden, diskutierte Liechtenstein über die Sicherung seiner Medienvielfalt.

 

Das LPC-Vorstandsmitglied Andreas Krättli vom Podcasthus.li sprach in einem Live-Podcast mit folgenden Gästen:

  • Hubert Büchel, Regierungsrat und Medienminister des Fürstentums Liechtenstein, beleuchtet die politische Verantwortung für die Medienvielfalt.
  • Henriette Engbersen, Leiterin Public Value bei der SRG SSR, ordnet die aktuellen Entwicklungen in der Schweiz und deren grenzüberschreitende Wirkung ein.
  • Markus Klement, Landesdirektor des ORF Vorarlberg, spricht über die Relevanz regionaler Verankerung und die Zusammenarbeit über den Rhein hinweg.

Die Veranstaltung wurde vom LPC unterstützt. Der LPC sieht im Bereich Medienkompetenz und Vertrauen in professionelle journalistische Arbeit zentrale Herausforderungen der digitalen Informationsgesellschaft.


Mittwoch, 22. April 2026, 19.00 Uhr

Der Moment ist jetzt: Liechtenstein setzt auf die «Space Economy»

Regierungsrat Hubert Büchel und Dr. Bianca Lins (Amt für Kommunikation)

 

Zwei Satelliten im Orbit und gesicherte Frequenzrechte: Liechtenstein ist im Weltraum angekommen – nicht als Raumfahrtnation, sondern als Teil eines neuen wirtschaftlichen Ökosystems. Beim Anlass des Liechtensteiner Presseclubs (LPC) machten Regierungsrat Hubert Büchel und Bianca Lins, Leiterin Fachbereich Weltraum beim Amt für Kommunikation, deutlich, dass es dabei vor allem um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts geht.

 

Grundlage ist ein strategischer Vorteil: Bereits 2014 sicherte sich Liechtenstein Frequenzen bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU). Anfang 2026 wurden diese mit dem Start zweier Satelliten erfolgreich aktiviert. Nun folgt der nächste Schritt: der Aufbau eines funktionierenden Netzwerks.

 

Für Liechtenstein liegt der Fokus klar auf wirtschaftlichen Chancen. «Der Weltraum ist zum Innovationsmotor geworden», sagte Lins. Immer mehr Branchen – von Industrie über Datenwirtschaft bis hin zu Biotech – profitieren von satellitenbasierten Anwendungen. Entscheidend seien dabei sogenannte «Spin-ins»: bestehende Technologien, die sich im Weltraum nutzen lassen.

 

Auch Büchel sieht darin Potenzial für neue Geschäftsfelder und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Ziel sei ein «grössenverträgliches» Ökosystem, das an die Stärken der heimischen Wirtschaft anknüpft. Mit wachsender internationaler Sichtbarkeit eröffne sich für Liechtenstein die Chance, sich gezielt in einer globalen Nische zu positionieren.

 

Klar ist jedoch: Der Wettbewerb ist intensiv und der Zeitplan ambitioniert. Umso wichtiger sei es, die aktuellen Entwicklungen aktiv zu nutzen. Oder, wie Lins es formulierte: «Der Moment, um Wirtschaft und Forschung stärker mit diesen Zukunftsfeldern zu verknüpfen, ist jetzt.»

 

Fotos: Silvia Abderhalden (exclusiv)

Medienecho

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Berichterstattung im Vaterland vom 27.04.2026
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Montag, 09. Februar 2026, 19.00 Uhr

LPC Generalversammlung

Gasthof Löwen, Vaduz

 

Internationaler Liechtensteiner Presseclub (LPC) stärkt Vorstand und Vernetzung der Medien

 

An seiner Generalversammlung hat der Internationale Liechtensteiner Presseclub (LPC) personelle Weichen für die kommende Amtsperiode gestellt.

 

Neben Präsidentin Carmen Dahl, Vizepräsident Philipp Wyss sowie den bisherigen Vorstandsmitgliedern wurden neu Andreas Krättli (AK Digital Media) und Gregor Meier (Landesspiegel) in das Gremium gewählt. Mit dieser Ergänzung sind nun Vertreterinnen und Vertreter eines Grossteils der in Liechtenstein tätigen Medien im Vorstand eingebunden.

 

Auch das Präsidium des Internationalen Beirats wurde neu besetzt: Peter Rutz, ehemaliger Präsident des LPC, folgt auf Günther Meier. Der Beirat, dem erfahrene Medienexpertinnen und -experten aus dem deutschsprachigen Raum angehören, begleitet den Presseclub in strategischen Fragen und stärkt dessen internationale Vernetzung.

 

Mit der erweiterten Zusammensetzung stärkt der LPC die Zusammenarbeit der liechtensteinischen Medienschaffenden und schafft eine breitere Grundlage für den fachlichen Austausch. Der Presseclub versteht sich als unabhängige Plattform und konstruktiver Partner für Politik, Bildung und Medien und ist bereit, sich aktiv in deren Weiterentwicklung einzubringen.

 

Fotos: Silvia Abderhalden (exclusiv) und 1FLTV

Medienecho

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Berichterstattung im Vaterland vom 13.02.2026
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